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Fahrschule Fürböck.
Leichter Lernen.
Besser Fahren.
Inhaber Ing. Alexander Seger
Josefsgasse 3, A2340 Mödling
Tel. +43 2236 43666
e-mail:
office[at]fuerboeck.at
Information und Anmeldung:
Mo. bis Fr. täglich 14:30-18:30 Uhr
Von April bis September zusätzlich
Mo., Mi. und Fr. 9:00-12:00 Uhr
Am 18. und 21. Mai sowie am 4., 6. und 8. Juni bleibt das Büro am Vormittag geschlossen!
DVR: 0851051
UID: AT U59184448

Alle Jahre wieder versucht die Arbeiterkammer das sommerliche Nachrichten-Loch
mit Presseaussendungen zu überhöhten Preisen in Fahrschulen zu füllen ...
Preisvergleich der Fahrschulausbildung mit Stundensätzen anderer Branchen
Der Job des Fahrlehrers ist eine anstrengende und sehr verantwortungsvolle
Tätigkeit. Dazu benötigen wir motivierte, entsprechend bezahlte Mitarbeiter,
die auf ihren Berufsstand stolz sein können. Verkehrssicherheit geht uns alle
an. Deshalb sollten die Damen und Herren von der Arbeiterkammer eigentlich die
Bemühungen des Fachverbandes der Fahrschulen unterstützen und mit ihm an einem
Strang ziehen.
Bitte beachten Sie dazu auch:
Vorarlberger Sonntagszeitung berichtet über falsche AK-Statistiken
|
Branchenvergleich |
Preis |
Anmerkungen |
| Fahrschulen |
1258,60 |
Durchschnittlicher Fahrschultarif in Österreich 2004, dem
Zeitpunkt der Erstellung des nachfolgenden Preisvergleichs.
Der Preis beinhaltet die Kosten bis zur Prüfung, nicht jedoch die
Module der Mehrphasenausbildung. |
| Elektriker |
1533,70 |
Berechnungsbasis ist eine Erhebung der Handwerkerkosten durch die
Arbeiterkammer im März 2004.
Die Kalkulation bezieht sich auf den durchschnittlichen Stundensatz
eines Monteurs. |
| Installateur Gas/Wasser |
1720,20 |
Berechnungsbasis ist eine Erhebung der Handwerkerkosten durch die
Arbeiterkammer im März 2004.
Die Kalkulation bezieht sich auf den durchschnittlichen Stundensatz
eines Monteurs. |
| Mechaniker VW-Golf |
2626,00 |
Berechnungsbasis ist eine Erhebung der Werkstattpreise durch
Arbeiterkammer im Februar 2004.
Die Kalkulation bezieht sich auf den Durchschnittpreis eines
VW-Golf-Mechanikers. |
| Nachschulungstarif |
3560,00 |
Berechnungsbasis sind die Tarife für Nachschulungen gem. §11 der
FSG-NV |
Dieser Vergleich zeigt, dass Fahrschulen qualifizierte und
verantwortungsvolle Leistung zu konkurrenzlos günstigen Preisen
anbieten.
Ein Versuch, diese Preise weiter zu reduzieren, muss zwangsläufig eine
Kürzung der Leistung, verbunden mit einer Verschlechterung der
Ausbildung zur Folge haben.
Ist das gewünscht?
Zum Preisvergleich mit Bayern
- Bayerische Durchschnittspreise (Bayern hat mehr Einwohner als
Österreich) werden mit z.B. Höchstpreisen der Stadt Salzburg und nicht mit
Durchschnittspreisen in Österreich verglichen
- Die Umsatzsteuer beträgt in Deutschland 16 % (seit 1. Jänner 2007 19 %), in Österreich 20 %
- Nirgendwo wird auf die unterschiedlichen sachlichen Voraussetzungen
eingegangen, z.B. benötigen Österreichs Fahrschulen einen eigenen
Übungsplatz, Computer-Arbeitsplätze, usw.
Keine Erwähnung finden auch die unterschiedlichen gesetzlich vorgegebenen
Lehrpläne
- Die Arbeiterkammer findet es auch nicht der Mühe wert, auf die
Zeitunterschiede bei den Fahrlektionen einzugehen: In Deutschland dauert
eine Fahrlektion generell 45 Minuten, dagegen sind in Österreich
Fahrlektionen mit 50 Minuten vorgesehen. Dieser Unterschied alleine
rechtfertigt schon 10 % Preisdifferenz
- Auch der Arbeiterkammer dürften die besonders hohen Lohnnebenkosten in
Österreich bekannt sein – wären wohl auch zu berücksichtigen bei einem
ehrlichen Preisvergleich
- Es wird nicht erwähnt, dass ein bayerischer Schüler im Durchschnitt
35 Fahrstunden konsumieren muss, daraus entstehen Kosten von etwa EUR
1730,- für eine B-Ausbildung – also deutlich mehr als in Österreich.
Bei einem fairen Vergleich wäre die große Zahl an Fahrstunden zu
hinterfragen: Ist eine umfangreichere Prüfung oder die im Vergleich zu
Österreich vielleicht nicht so effektive Ausbildung die Ursache?
- Am 08.02.2001 wurde von der damaligen Frau Bundesminister Forstinger
die parlamentarische Anfrage Nr. 1685/J
(XXI. GP) des
SPÖ-Abgeordneten Dietachmayr zur Preisgestaltung der österreichischen
Fahrschulen beantwortet. Bereits damals wurde seitens des
Bundesministeriums für Verkehr, Innovation und Technologie unter Punkt 12
auf eine Schweizer Studie verwiesen, die eindeutig belegt, das
im Vergleich der Länder Schweiz, Deutschland und Österreich die
Fahrausbildungskosten in Österreich am günstigsten sind.
Weitere Aussagen der Arbeiterkammer
- In Presseaussendungen wird berichtet, dass Führerscheinneulinge mit
Teilausbildung "keine höhere Unfallhäufigkeit aufweisen" als solche mit
Vollausbildung. Schönheitsfehler an dieser Meldung: Es fehlt die dazu
notwendige Statistik! Nach Auskunft des Bundesministeriums für Verkehr,
Innovation und Technologie und bei der Statistik Austria werden Unfälle
nicht nach Ausbildungsformen getrennt erfasst ...
- Laut Arbeiterkammer haben die Finnen nur 24 Stunden theoretische
Fahrausbildung und wir in Österreich 32. Verschämt wird verschwiegen, dass
in Finnland im Schnitt 30 Fahrstunden zu absolvieren sind. Private
Übungsfahrten dürfen in Finnland nur mit speziell umgerüsteten Fahrzeugen
(zusätzliches Bremspedal und Spiegel für den Beifahrer) durchgeführt werden,
der Begleiter benötigt eine zusätzliche Prüfung. (Quelle: Handbuch über den
Führerschein, CIECA). Gesamt gesehen ist die österreichische Variante
deutlich konsumentenfreundlicher.
- "Das Zuviel an Theorie könnte durch mehr Praxis ersetzt werden", fordert
die Arbeiterkammer. Gute Idee, nur leider wurde scheinbar nicht daran
gedacht, dass die Kosten für eine Fahrstunde höher sind als für die einer
Theorieeinheit in der Gruppe. So erklärt sich auch die nächste Meldung:
- "Da in Deutschland grundsätzlich mehr Wert auf die Praxisschulung gelegt
wird, kann unterm Strich festgestellt werden, dass es in Deutschland eine
bessere Ausbildung zu einem günstigeren Preis gibt".
Deutschland hat grundsätzlich keine Laienausbildung, d.h. alle Fahrstunden
müssen in einer Fahrschule konsumiert werden – warum setzt sich die
Arbeiterkammer nicht für die Abschaffung der Laienausbildung ein, wenn ihr
die praktische Ausbildung so wichtig ist?
Forderungen der Arbeiterkammer
- Peinlich ist die Forderung nach einer Fahrschulaufsicht: Der
"Fahrschulinspektor" ist seit Anfang der 90er-Jahre Gesetz. Geschieht die
Kontrolle nicht, ist das Problem die zuständige Bezirkshauptmannschaft
- Geradezu lächerlich ist der häufige Vorwurf, dass die Fahrschulen ihre
Preise erst bekannt geben, wenn sich ein Schüler angemeldet hat: "Im
Internet können sich Konsumenten über viele Fahrschulen und Angebote
informieren, nicht jedoch über den Preis. Der wird erst bekannt gegeben,
wenn sich Fahrschüler bei der ausgewählten Fahrschule anmelden."
Nicht nur diese Homepage beweist, dass eine derartige pauschale Feststellung
schlicht unwahr ist. Kein Arbeiterkammer-Mitarbeiter hat sich nur wegen
einer Presseaussendung für eine Führerscheinausbildung angemeldet, trotzdem
haben sie offensichtlich die Preise erfahren.
- "Mangelhafte Preisauszeichnungspflicht": Das Bundesministeriums für
Verkehr, Innovation und Technologie hat ein einheitliches Tarifblatt für
alle Fahrschulen verpflichtend verordnet. In dieser Verordnung ist klar
geregelt, dass die Tarife von außen sichtbar sein müssen, damit sie ein
potentieller Kunde schon vor dem Betreten einer Fahrschule lesen kann.
Sollte eine Fahrschule dieser Aushangpflicht nicht nachkommen, hat dies der
Fahrschulinspektor abzustellen. Geschieht dies nicht, ist das Problem die
zuständige Bezirkshauptmannschaft
- Thema Fahrlehrerausweis: Absolviert ein Fahrlehrer die vorgeschriebene
Ausbildung und legt er die Prüfung bei einer Stelle der Landesregierung
erfolgreich ab, erhält er einen Bescheid, der die Berechtigung darstellt,
als Fahrlehrer tätig zu sein.
- Die Fahrschule muss für jeden Fahrlehrer, den sie beschäftigt, einen
Fahrlehrerausweis beantragen. Dieser Ausweis ist aber nur ein amtlicher
Lichtbildausweis, der den Fahrlehrer als solchen identifiziert, z.B. bei
Verkehrskontrollen oder Kontrollen durch den Fahrschulinspektor. Zusätzlich
ist er auch ein Konsumentenschutz, da dadurch die Gefahr der Schwarzarbeit
reduziert wird.
Kündigt ein Fahrlehrer, muss er den Fahrlehrerausweis (= Firmenausweis)
abgeben, behält aber natürlich seine Berechtigung, als Fahrlehrer tätig zu
sein. Er ist daher weder ein Leibeigener oder ähnliches, sondern ein ganz
normaler Angestellter mit Rechten und Pflichten, wie sie im
Angestelltengesetz und im Kollektivvertrag verankert sind.
Fahrlehrer sind Zwangsmitglieder der Arbeiterkammer
- Sie liefern
jeden Monat brav ihre Beiträge an die Arbeiterkammer ab. Viele wirklich engagierte Fahr- und Fahrschullehrer sind
frustriert, weil sie trotz anstrengender, schweißtreibender Tätigkeit,
Nachtfahrten, Theorieunterrichten am Abend und an Wochenenden immer nur der
Buhmann der Arbeiterkammer sind. Es wird immer schwieriger, gute Fahrlehrer
zu finden – ein wirklich „positiver“ Beitrag zur Erhöhung
der Verkehrssicherheit.
- Will die AK wirklich nur mehr minder qualifizierte Fahrlehrer, die mit
einem Hungerlohn zufrieden sind?
Ist der Preis von 40 bis 50 Euro für eine Fahrstunde wirklich so
unverschämt, wo doch jede Mechaniker-, Installateur- oder Maurerstunde mehr
kostet?
- Zahlreiche Fahrlehrer, Fahrschullehrer und Fahrschulinhaber haben in
unzähligen Stunden mitgeholfen, einen modernen Lehrplan, die computerunterstützte Theorieprüfung, die L17-Ausbildung und nicht zuletzt
die Mehrphasenausbildung zu entwickeln. Alles Dinge, für die wir im In- und
Ausland große Anerkennung erhalten haben. Nur die Arbeiterkammer weiß es besser:
"Der Lehrplan muss entrümpelt werden".
Unabhängige Anlaufstelle für Mängel in der Fahrausbildung:
0800 300 567
Missstände bei der Fahrausbildung oder Prüfung müssen aufgezeigt und beseitigt
werden, aber die Arbeiterkammer darf sich nicht wundern, wenn sich die
Fahrschulen gegen Pauschalverurteilungen wehren. Als Anlaufstelle für Mängel
in der Fahrausbildung hat die Junge ÖVP eine Führerschein-Hotline gemeinsam
mit dem Fachverband der Fahrschulen ins Leben gerufen.
Die Erfahrung zeigt, dass es dabei praktisch ausschließlich um Schwierigkeiten
mit von manchen Organisationen hochgelobten Billigfahrschulen geht ...