Bilanz nach fünf Jahren: Mehr als ein Viertel weniger Unfälle bei Fahranfängern

Unser Infofolder über die neuen Inhalte der Mehrphasenausbildung ist auch als PDF-Download verfügbar.

Der 1. Jänner 2003 brachte für alle Führerschein-Anwärter in Österreich eine entscheidende Änderung: Die Ausbildung endete nun nicht mehr mit der bestandenen Prüfung, sondern wurde um drei Phasen erweitert.

In einer Studie des Verkehrsministeriums, die vom Kuratorium für Verkehrssicherheit durchgeführt wurde, ist die Wirksamkeit der Mehrphasen-Fahrausbildung eindrucksvoll aufgezeigt worden: Durchschnittlich 28 Prozent der Unfälle mit Personenschaden bei Führerschein-Neulingen konnten dadurch vermieden werden.

Bisher haben rund 340.000 Fahranfänger die Mehrphasen-Fahrausbildung absolviert. Im ersten Praxisjahr der Führerschein-Neulinge konnte die Zahl der Unfälle mit Personenschaden um 28 Prozent reduziert werden, im zweiten Jahr des Führerscheinbesitzes waren es sogar 29 Prozent. Besonders erfreulich ist auch der Rückgang der Alleinunfälle bei männlichen Fahranfängern: Jeder dritte Unfall konnte bei dieser Personengruppe durch die Mehrphasen-Fahrausbildung verhindert werden.

Österreichisches System ist auch im Ausland gefragt

Der Erfolg des österreichischen Systems wird auch von ausländischen Verkehrssicherheitsexperten beobachtet und hat Vorbildwirkung auf andere Staaten. Litauen zum Beispiel hat vor kurzem ein Gesetz verabschiedet, dass das österreichische System übernommen werden soll. Auch Slowenien und Kroatien haben sich auf ein Führerschein-Ausbildungssystem nach österreichischem Vorbild geeinigt.

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Letzte Bearbeitung: 03.11.2012 01:38.

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