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Klasse B

Umfang der Lenkberechtigung

Der Führerschein der Klasse B umfasst:

  • Kraftwagen (ein mehrspuriges Kraftfahrzeug mit mindestens vier Rädern; zwei Räder mit einer gemeinsamen Nabe, sogenannte Zwillingsräder, sind als ein Rad zu zählen)
  • Mit nicht mehr als acht Plätzen für beförderte Personen außer dem Lenkerplatz 
  • Mit einer höchsten zulässigen Gesamtmasse von höchstens 3500 kg

Die Klasse B umfasst außerdem auch die Lenkberechtigung für die Klasse AM.

Zusätzliche Berechtigungen, die nicht automatisch auch im Ausland gültig sind

Folgende Berechtigungen gelten nur für den Verkehr in Österreich und in jenen Staaten, die diese Berechtigungen ausdrücklich anerkennen:

  • Die nach dem Ausbildungsmodell L17 erteilte Lenkberechtigung gilt vor dem 18. Geburtstag derzeit nur in Österreich, Deutschland, Großbritannien, Nordirland und Dänemark
  • Der Führerschein der Klasse B umfasst dreirädrige Kraftfahrzeuge (mit drei symmetrisch angeordneten Rädern ausgestattete Kraftfahrzeuge mit einem Motor und Hubraum von mehr als 50 cm3 bei innerer Verbrennung oder einer bauartbedingten Höchstgeschwindigkeit von mehr als 45 km/h), wenn der Lenker das 21. Lebensjahr vollendet hat
  • Krafträder der Klasse A1 dürfen mit der Lenkberechtigung der Klasse B gelenkt werden, wenn neben der Klasse B der Code 111 im Führerschein eingetragen ist. Dafür ist eine besondere Ausbildung erforderlich
  • Feuerwehrfahrzeuge, Rettungs- und Krankentransportfahrzeuge und Fahrzeuge des öffentlichen Sicherheitsdienstes mit einer höchsten zulässigen Gesamtmasse bis 5500 kg fallen unter besonderen Voraussetzungen ebenfalls unter den Geltungsbereich der Klasse B
  • Von 1. März 2017 bis 28. Februar 2022 umfasst die Klasse B auch elektrisch angetriebene Nutzfahrzeuge bis zu einer höchsten zulässigen Gesamtmasse von 4250 kg, wenn der Lenker eine zusätzliche Ausbildung im Ausmaß von fünf Unterrichtseinheiten absolviert hat und der Code 120 im Führerschein eingetragen ist

Code 79.03 und 79.04: Die Übergangsbestimmung für Besitzer der Klasse B vor dem 19. Jänner 2013

Eine vor dem 19. Jänner 2013 erworbene Lenkberechtigung der Klasse B umfasst auch das Lenken von dreirädrigen Kraftfahrzeugen mit oder ohne leichtem Anhänger im ganzen EU/EWR-Raum. Zur Wahrung der erworbenen Rechte werden bei einem Duplikat die Codes 79.03 und 79.04 in den Führerschein eingetragen. Da die dreirädrigen Kraftfahrzeuge jetzt generell zur Klasse A gehören, werden diese einschränkenden Codes ebendort eingetragen. Dadurch ist auch auf der Vorderseite des Führerscheins die Klasse A (nicht aber A1 und A2) aufgedruckt.

Das bedeutet natürlich nicht, dass durch den Führerschein-Umtausch die ganze Klasse A erteilt wurde!

Wenn der Lenker ohnehin die volle Klasse A besitzt, unterbleibt die Eintragung selbstverständlich, da sonst die erteilte Klasse A auf Dreiräder eingeschränkt würde.

Ziehen von leichten Anhängern

Mit dem Führerschein der Klasse B darf ein leichter Anhänger (höchstes zulässiges Gesamtgewicht max. 750 kg) gezogen werden.

Die erforderliche Gewichtsrelation zwischen Zugfahrzeug und Anhänger ergibt sich nicht aus dem FSG, sondern wird in § 104 Abs. 2 lit. c KFG normiert: Die um 75 kg erhöhte Eigenmasse des Zugfahrzeugs muss mehr als doppelt so groß sein wie die momentane Gesamtmasse des Anhängers.

Für die Einhaltung der höchsten zulässigen Anhängelast (Zuglast) laut Zulassungsbescheinigung ist nur die momentane Gesamtmasse des Anhängers maßgeblich, nicht die höchste zulässige Gesamtmasse des Anhängers.

Ziehen von schweren Anhängern

Ein schwerer Anhänger (höchstes zulässiges Gesamtgewicht über 750 kg) darf mit der Klasse B gezogen werden, wenn die höchste zulässige Gesamtmasse der Fahrzeugkombination 3500 kg nicht übersteigt.

Nach einer besonderen Schulung darf die höchste zulässige Gesamtmasse der Fahrzeugkombination bis zu 4250 kg betragen. Diese Berechtigung wird im Führerschein mit dem im EU/EWR-Ausland gültigen Code 96 neben der Klasse B vermerkt.

Für das notwendige Gewichtsverhältnis zwischen Zugfahrzeug und Anhänger sieht das FSG keine Bestimmungen vor. Es gilt daher § 61 Abs. 1 KDV:

  • Das Ziehen von Anhängern, die als einzige Bremsanlage eine Auflaufbremsanlage haben, ist nur zulässig, wenn die (momentane, also derzeitige) Gesamtmasse des Anhängers weder die höchste zulässige Gesamtmasse des Zugfahrzeuges bzw. den bei der Genehmigung festgesetzten (und in der Zulassungsbescheinigung eingetragenen) Wert übersteigt
  • Bei geländegängigen PKW und Kombis (Typisierungsklasse "M1") oder LKW (Typisierungsklasse "N1") ist das 1,5-fache der höchsten zulässigen Gesamtmasse maßgebend, wenn in der Zulassungsbescheinigung keine geringere Anhängelast vermerkt ist (am österreichischen Markt wird die Anhängelast in Abstimmung mit der Typisierungsgrenze von Auflaufbremseinrichtungen üblicherweise mit höchstens 3500 kg angegeben).
    Geländegängige Fahrzeuge sind in der Zeile "J" der Zulassungsbescheinigung mit dem Zusatz "G" versehen: "M1G", "N1G"

Für die Einhaltung der höchsten zulässigen Anhängelast (Zuglast) laut Zulassungsbescheinigung ist nur die momentane Gesamtmasse des Anhängers maßgeblich, nicht die höchste zulässige Gesamtmasse des Anhängers.

Mindestalter

18 Jahre. Das heißt: Die Fahrprüfung darf frühestens am 18. Geburtstag absolviert werden. Die theoretische und praktische Ausbildung in der Fahrschule kann bereits ein halbes Jahr vor dem Erreichen des Mindestalters begonnen werden.

Beim Ausbildungsmodell L17 ist der Ausbildungsbeginn in der Fahrschule bereits mit 15,5 Jahren möglich. Die Theorieprüfung kann unabhängig von der Anzahl der gefahrenen Kilometer gleich nach dem Kurs abgelegt werden, das Mindestalter für die Fahrprüfung beträgt 17 Jahre.

Ausbildung und Prüfung

Schulfahrzeuge

Fahrzeuge für Schulfahrten der Klasse B müssen folgende Kriterien erfüllen:

  • Betätigung der Lenkung vom Sitzplatz des Fahrlehrers
  • Betätigung der Betriebsbremse und der Hilfsbremse vom Sitzplatz des Fahrlehrers
  • Betätigung der Kupplung vom Sitzplatz des Fahrlehrers (entfällt bei Automatikfahrzeugen)
  • Lenkersitz und Fahrlehrersitz getrennt verstellbar (keine durchgehende Sitzbank)
  • Zusätzliche Rückspiegel für den Fahrlehrer
  • Mindestens ein Rückfahrscheinwerfer

Prüfungsfahrzeuge

Fahrzeuge, auf denen die Fahrprüfung abgelegt wird, müssen folgenden Mindesterfordernissen genügen:

  • Vierrädrige Fahrzeuge der Klasse B
  • Bauartgeschwindigkeit mindestens 100 km/h
  • Mindestens eine Zugangstüre in der Sitzreihe, in der der Fahrprüfer Platz nimmt. Diese Zugangstüre für den Fahrprüfer muss unabhängig von den vorderen Türen geöffnet werden können 

Die Fahrprüfung findet bei der Vollausbildung der Klasse B im Fahrschulauto statt. Bei Übungsfahrten ("L") oder Ausbildungsfahrten ("L17") kann die Fahrprüfung wahlweise im Fahrschulauto oder in einem der bei der privaten Ausbildung verwendeten Fahrzeuge absolviert werden. Wird das private Fahrzeug gewählt, wird natürlich auch einer der privaten Begleiter statt einem Fahrlehrer der ausbildenden Fahrschule an der Prüfung teilnehmen. Du musst die Bewilligung für Übungsfahrten ("L") oder Ausbildungsfahrten ("L17") bei der Prüfung dabei haben, sie kann aber bereits abgelaufen sein.

Automatikfahrzeuge

Legt der Bewerber um eine Lenkberechtigung die praktische Fahrprüfung auf einem Kraftwagen ohne Kupplungspedal ab, wird die Lenkberechtigung mit dem Code 78 auf das Lenken von Automatik-Fahrzeugen eingeschränkt. Für den Wegfall dieser Einschränkung ist eine praktische Fahrprüfung auf einem Kraftfahrzeug mit mechanisch schaltbarem Getriebe erforderlich.

Probezeit

Wurde zuvor keine andere Führerscheinklasse (außer AM und F) besessen, beträgt die Probezeit mindestens zwei Jahre, bei L17-Absolventen allerdings mindestens bis zum 20. Geburtstag. Für Lenkberechtigungen, die nach dem 1. Juli 2017 erteilt werden, mindestens drei Jahre, bei L17-Absolventen allerdings mindestens bis zum 21. Geburtstag.

Mehrphasen-Ausbildung

Die Ausbildung für die Klasse B unterliegt dem Mehrphasen-Ausbildungssystem.

Fahrschule Fürböck

Inhaber Ing. Alexander Seger
Josefsgasse 3, A2340 Mödling
Tel. +43 2236 43666

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