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Gefahrenbremsung


- Anfang der Bremsstrecke mit 2 Leitkegel markieren, Endpunkt des
maximal zulässigen Bremsweges mit 1 Leitkegel markieren
- Anfahrtsgeschwindigkeit mindestens 50 km/h
(Geschwindigkeitsmessung erforderlich)
- Möglichst rasches Erreichen der maximalen Bremswirkung gleich
nach Beginn des Bremsvorganges
- Räder sollen nicht blockieren
Der Fahrprüfer bewertet bei dieser Übung:
- Ausreichende Anfahrtsgeschwindigkeit. Wird die geforderte
Anfahrgeschwindigkeit nach drei Versuchen nicht erreicht, so ist die
Prüfung mit negativem Befund abzubrechen
- Richtige Bremskraftverteilung Vorder-/Hinterrad
- Rasches Aufbauen der maximalen Bremswirkung
- Am Leitkegel am Ende des zulässigen Bremsweges darf nicht vorbei
gefahren werden
- Kurzes Blockieren eines Rades ist zulässig
- Blickführung (nicht knapp vor das Motorrad)
Wir haben für diese Übung eine große, leicht
ablesbare Geschwindigkeitsanzeige angeschafft.
Zur Messung der Geschwindigkeit sind sowohl Großanzeigen als
auch Radarpistolen zulässig. Warum eine Großanzeige besser ist
als eine Radarpistole bzw. der Blick auf den Tacho:
- Die vom verwendeten Messgerät angezeigte Geschwindigkeit sollte
vom Prüfer und vom Kandidaten gleichzeitig abgelesen werden können
(Diskussionen sind sonst vorprogrammiert: Tachoanzeige vs.
Radarpistole)
- Wenn keine Geschwindigkeitsanzeige vorhanden ist, muss der
Kandidat immer wieder auf den Tacho schauen, d.h. die Augen müssen
immer wieder von Nah- auf Fernsicht umfokussieren, was eine
erhebliche Erschwernis der Übung darstellt. Die Großanzeige ist ohne
gezieltes Fixieren zu erkennen und liegt in der Blickrichtung der
Übung - wenn sie richtig aufgestellt ist ;o)
- Unsere Großanzeige schaltet bei Erreichen oder Überschreiten der
Geschwindigkeit von 50 km/h von gelber Schrift auf rote Schrift um.
So ist sogar ohne gezieltes Hinschauen das Tempo überprüfbar
Zusätzliche Informationen zum Thema "Notbremsung"
- Sie müssen auskuppeln, damit Sie den Schwung des Motors nicht mitbremsen
müssen, und beide Bremsen grundsätzlich möglichst gleichzeitig betätigen.
- Bremsen Sie das Hinterrad einen Sekundenbruchteil vor dem Vorderrad,
strecken Sie Ihre Maschine. Das Vorderrad taucht dann nicht so stark in die
Federung ein
- Legen Sie Ihr Augenmerk auf exakte Bedienung der Vorderradbremse: Sie ist
wichtiger als die Hinterradbremse
- Sollte ein Rad blockieren, lösen Sie die Bremse leicht. Sobald sich das
Rad wieder stabil dreht, bremsen Sie wieder stärker. Das Blockieren des
Hinterrades ist ungefährlicher als beim Vorderrad, kann aber auch zum Sturz
führen