Fahrschule Fürböck.
Leichter Lernen.
Besser Fahren.
Inhaber Ing. Alexander Seger
Josefsgasse 3, A2340 Mödling
Tel. +43 2236 43666
e-mail:
office[at]fuerboeck.at
Information und Anmeldung:
Mo. bis Fr. täglich 14:30-18:30 Uhr
Von April bis September zusätzlich
Mo., Mi. und Fr. 9:00-12:00 Uhr
Am 18. und 21. Mai sowie am 4., 6. und 8. Juni bleibt das Büro am Vormittag geschlossen!
DVR: 0851051
UID: AT U59184448
Damit der Motor Ihr Fahrzeug antreiben kann, muss er Benzin oder Diesel
verbrennen. Bei jeder zweiten Umdrehung der Kurbelwelle wird der
Verbrennungsraum gefüllt. Je höher die Drehzahl des Motors ist, umso schneller
müssen Sie wieder zur Tankstelle.
Mit niedrigen Motordrehzahlen fahren Sie um das gleiche Geld also weitere
Strecken – zusätzlich wird der Treibstoff auch besser ausgenützt, weil mehr
Zeit für die Verbrennung zur Verfügung steht.
Sie steuern mit dem Gaspedal „nur“ die Luftmenge, die für die Verbrennung zur Verfügung steht. Wo vor vielen Jahren sensibles Gas geben gefragt war, mit dem berühmten „rohen Ei unter dem Gaspedal“, arbeitet heute moderne Motorelektronik. Sie entscheidet alleine, wie viel Kraftstoff eingesetzt wird, und erzeugt für die Verbrennung ein optimales Gemisch.
Treibstoffsparendes Fahren bedeutet nicht „dahinschleichen“! Am sparsamsten arbeitet der Motor bei 3/4 Gas bis Vollgas im niedrigen Drehzahlbereich. Gleichzeitig ist die Verbrennung vollständiger, und das Abgas sauberer als bei Halbgas im mittleren Drehzahlbereich.
Ja, Sie haben richtig gelesen: Geben Sie kräftig Gas, um Treibstoff zu sparen, aber schalten sie schnellstmöglich in den höheren Gang!

Die optimale Motordrehzahl liegt bei den meisten Dieselmotoren bei einer Drehzahl zwischen 1.000 U/min und 2.000 U/min, bei Benzinmotoren bei etwa 1.500 U/min bis 2.500 U/min. Niedrige Drehzahlen haben schon seit etwa 1980 nichts mehr mit unnötigem Quälen des Motors zu tun. Kühlung und Schmierung arbeiten auch bei niedrigen Drehzahlen ausgezeichnet, die Motorlager sind auf die entstehenden Drücke ausgelegt, und bei modernen Kraftstoffen entstehen auch keine Ablagerungen an den Ventilen, die den Motor „faul“ machen.
Schädlich wird es für den Antriebstrang erst, wenn Ihr Fahrzeug beim Erreichen oder Unterschreiten der Leerlaufdrehzahl zu ruckeln beginnt.
Das gilt auch, wenn Sie bergauf fahren! Mit dem Gang, der Ihnen eine niedertourige Fahrweise bei 3/4 Gas erlaubt, nutzen Sie den Kraftstoff am besten aus. Erst wenn trotz 3/4 Gas bis Vollgas die Geschwindigkeit weiter absinkt, müssen Sie einen Gang zurückschalten.
Beispiel: Bergauf mit 60 km/h:
| Gaspedalstellung | Getriebegang | Motordrehzahl | Verbrauch pro 100 Kilometer |
|---|---|---|---|
| 3/4 Gas | 5. Gang | 1.300 U/min | 9,8 Liter |
| 1/2 Gas | 4. Gang | 1.500 U/min | 11,5 Liter |
| 1/4 Gas | 3. Gang | 2.200 U/min | 13,1 Liter |
Beschleunigen Sie stets mit 3/4 Gas bis ca. 2.000 U/min. Beim
Anfahren aus dem Stillstand können Sie problemlos schon nach der Strecke
einer Fahrzeuglänge in den 2. Gang schalten.
Wenn es die Verkehrssicherheit erfordert, wie z.B. beim Überholen, beim
Einfädeln in den Verkehr auf der Autobahn, ... schalten Sie natürlich erst
später, und nutzen die Drehzahlreserven des Motors aus. Dann schalten Sie
aber nicht einfach in den nächsten Gang, sondern in den am Besten geeigneten
Gang: Überspringen Sie Gänge!


Sie können z.B. im 2. Gang etwas mehr beschleunigen und dann gleich in den 4. oder 5. Gang wechseln, oder bei freier Fahrtstrecke im Ortsgebiet gleich 1 – 3 – 5 schalten.
Auch bei einem Automatikgetriebe können Sie das Weiterschalten beeinflussen: Reduzieren Sie bei der gewünschten Schaltdrehzahl (spätestens bei 2.500 U/min) bzw. der gewünschten Schaltgeschwindigkeit kurz den Druck auf das Gaspedal. Verwenden Sie die Vollgasstellung („Kickdown“) nur dann, wenn es die Verkehrssicherheit wirklich erfordert, wie z.B. beim Überholen.
Fahren Sie stets im höchstmöglichen Gang: So vermeiden Sie die unwirtschaftlichen hohen Drehzahlen. Bei vielen Fahrzeugen können Sie bei 50 bis 60 km/h im höchsten Gang unterwegs sein, ohne viel Gas geben zu müssen.
Probieren Sie es einmal aus:
| 30 km/h | 3. Gang |
| 40 km/h | 4. Gang |
| 50 km/h | 5. Gang |
| 60 km/h | 6. Gang (wenn vorhanden) |
Wenn Sie kurzfristig beschleunigen müssen, schalten Sie einfach einen oder zwei Gänge zurück: Gänge überspringen ist erlaubt und sinnvoll!
Übrigens: Sie sparen so nicht nur
Sprit, Sie vermeiden auch unnötigen Lärm!
32 Fahrzeuge, deren Motor mit je 2.000 Umdrehungen läuft, machen nicht mehr
Lärm als ein einziges Fahrzeug, dessen Motor mit einer Drehzahl von 4.000
Umdrehungen pro Minute läuft.