Überlegungen beim nächsten Fahrzeugkauf

Verbrauchsinformation

Seit März 2001 schreibt der Gesetzgeber vor, dass im Verkaufsraum Informationen über den Kraftstoffverbrauch und den CO2-Ausstoß der Fahrzeuge angebracht sind. Sie können ablesen, ob das Fahrzeug besonders sparsam ist, oder ob Sie einen Schluckspecht vor sich stehen haben, den Sie als Gebrauchtwagen nicht so leicht los werden können.
Diese Etiketten sollen den Käufern, aber auch der Automobilindustrie, den Kraftstoffverbrauch bewusst machen. Auf dem Verbrauchs-Label sehen Sie:
Marke, Modell, Version, Kraftstoff und Getriebesystem
Den Kraftstoffverbrauch in Liter pro 100 km
Ein jährlich aktualisierter „Leitfaden über den Kraftstoffverbrauch und die CO2-Emissionen“ ist auf Anfrage bei jedem Fahrzeughändler kostenlos erhältlich und auch im Internet einsehbar (www.autoverbrauch.at).
Es muss nicht immer der Van, der Geländewagen oder die Limousine sein. Machen Sie Ihre Verkaufsentscheidung von Ihren durchschnittlichen, alltäglichen Transportbedürfnissen abhängig. Mit dem eingesparten Geld können Sie sich bei Bedarf ein größeres Auto ausborgen.
Außerdem verbraucht ein leichteres Fahrzeug natürlich auch auf jedem gefahrenen Kilometer weniger Treibstoff. Sie wissen ja: Alles, was elektrisch verstellbar ist, wie Sitze, Schiebedach, Fenster usw., braucht Elektromotoren. Diese erhöhen ebenso wie Spoiler oder Breitreifen das Fahrzeuggewicht.

Motor

Benzin oder Diesel? Für mehr als 2/3 der Neuwagenkäufer keine Frage, gut 70 % der neu zum Verkehr zugelassenen Kraftwagen haben einen Dieselmotor. Rechnen Sie aber nach, ob Sie die höheren Anschaffungskosten durch den geringeren Verbrauch wieder wett machen können.
Ein Fahrzeug mit kleinerem Motor verbraucht grundsätzlich weniger Kraftstoff als ein Fahrzug mit größerem Motor, besonders bei Benzinantrieb. Eine zusätzliche Verbrauchsreduktion ist durch motorinterne Maßnahmen wie Benzindirekteinspritzung, variablen Ventilsteuerzeiten oder Magermotoren möglich.
Direkt einspritzende Dieselmotore verbrauchen etwa 10 Prozent weniger als bei indirekter Einspritzung. Der bei der Verbrennung entstehende Dieselruß ist bei modernen Fahrzeugen nahezu unsichtbar. Dieser feine Staub steht im Verdacht, Gesundheitsschäden hervorzurufen. Wirksame Rußpartikelfilter sind derzeit nur bei wenigen Autoherstellern serienreif, werden aber bald eine Selbstverständlichkeit sein.

Getriebe

Moderne Automatikgetriebe berücksichtigen auch den Kraftstoffverbrauch und wählen die Gänge so, dass das Fahrzeug trotz der höheren Masse oft sparsamer unterwegs ist.
Zusätzlich fördert ein automatisches Getriebe einen entspannten, gelassenen, gleichmäßigen Fahrstil.

Tempomat

Ein Tempomat hilft Ihnen, eine gleichmäßige Geschwindigkeit zu fahren und so Kraftstoff zu sparen.

Farbe

Helle Fahrzeuge werden nicht nur besser gesehen, sie heizen sich im Sommer nicht so stark auf. Wenn die Klimaanlage weniger Kühlleistung benötigt, sinkt der Treibstoffverbrauch.

Navigationssysteme

Unnötige Suchfahrten sind ärgerlich, sie kosten Nerven, Zeit, Kraftstoff – und somit Geld. Navigationsanlagen mit Sprachausgabe helfen Ihnen, Ihr Ziel auf direktem Weg anzufahren. Sie vermeiden nicht nur Umwege, sondern können sich besser auf den Verkehr konzentrieren, um gelassen und vorausschauend unterwegs zu sein.

Bordcomputer mit Verbrauchsanzeige

Auf der Momentanverbrauchsanzeige sehen Sie sofort, ob Sie spritsparend unterwegs sind. Mit der Anzeige der möglichen Kilometer bis zum nächsten Tankstopp können Sie jederzeit Ihre zusätzlichen Gratis-Kilometer ablesen.

Latentwärmespeicher

Jeder Autofahrer weiß: Wenn man im Winter den Motor gestartet hat, dauert es sehr lange, bis die Heizung Wärme abgibt. Die Auto-Industrie hat eine Technologie entwickelt, mit der direkt nach dem Start der Innenraum des Autos aufgeheizt und die Scheiben enteist werden können.

Salze, die bei einer Temperatur von 70 bis 80 °C ihren Aggregatzustand verändern, nehmen die Überschuss-Wärme der Kühlflüssigkeit auf und werden flüssig. Wenn der Fahrer am nächsten Tag den Motor startet, läuft das kalte Kühlwasser durch den Latentwärmespeicher, nimmt dort die gespeicherte Wärmeenergie auf und erwärmt sich sofort.

Motorvorwärmanlage

Bei der elektrischen Motorvorwärmanlage wird ein Heizelement in den Kühlkreislauf integriert. Dieses heizt – wie ein Tauchsieder oder Wasserkocher – das Kühlwasser auf ca. 40 °C vor. Benötigt wird allerdings ein Anschluss an das Haushalts-Stromnetz (230 V).

Der vorgewärmte Motor springt leichter an und erreicht früher die Betriebstemperatur. Die Erwärmung des Fahrgastraumes erfolgt früher – bei messbar geringerem Kraftstoffverbrauch. Außerdem sinkt der Ausstoß von schädlichen Abgasbestandteilen deutlich.

Kosten: Ca. € 150,-

Standheizung

Standheizungen heizen mit dem Kraftstoff des Fahrzeugs den Kühlkreislauf des Motors und somit den Fahrzeuginnenraum. Das benötigt pro Stunde ca. 0,3 Liter Kraftstoff, was sich aber durch die Vermeidung der Kaltlaufphase immer noch auszahlt. Auch hier sinkt natürlich neben dem Verbrauch auch der Schadstoffausstoß – die Unabhängigkeit vom Stromnetz muss bei der Anschaffung aber relativ teuer bezahlt werden.

Kosten: Ca. € 1500,-

Benzinspargeräte

Von den mit mehr oder weniger phantasievollen Namen angepriesenen Benzinspargeräten und den Zaubermitteln, die in den Tank geleert werden sollen, ist nicht viel zu halten: Nach Tests unabhängiger Konsumentenschutzorganisationen wird dadurch weder der Verbrauch gesenkt noch die Motorleistung gesteigert.

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Letzte Bearbeitung: 10.05.2012 13:59.

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