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Seitenwind

Dieses Zeichen zeigt Stellen an, auf denen häufig starker Seitenwind auftritt, dessen Stärke und Richtung durch einen Windsack angezeigt werden kann – aber nicht muss. Leichte Autos und Fahrzeuge mit großen Windangriffsflächen sind besonders gefährdet.

Verhalten

Ein plötzlicher Windstoß kann es für Autofahrer in sich haben: Bis zu einem Meter wird das Auto seitwärts versetzt, wenn es von einer 70 km/h Böe erfasst wird. "Das gilt bei einer Fahrgeschwindigkeit von 100 km/h. Wer mit 130 auf der Autobahn unterwegs ist, kann mit seinem Auto im Extremfall bis zu vier Meter versetzt werden. Je leichter das Auto ist, desto leichter wird es ausgehoben. Für alle gilt: Fuß weg vom Gas und Hände fest ans Lenkrad.

Tipps speziell für Pkw-Fahrer

  • Größeren Längs- und Seitenabstand halten
  • Lenkrad bewusst mit beiden Händen festhalten, bei Spurversatz gegen den Wind lenken
  • Sein Umfeld genauer registrieren und Freiraum schaffen: Alle anderen Verkehrsteilnehmer in die Beobachtung miteinbeziehen. So kann man Gefahrenmomente rechtzeitig erkennen
  • Geschwindigkeit reduzieren. Je langsamer man fährt, desto mehr Zeit hat man, um eventuell erforderliche Lenkkorrekturen durchzuführen
  • Umgebung auf Sturmhinweise beobachten: Bäume und Sträucher verstärkt beobachten
  • Besonders exponierte Stellen wie Brücken oder Bergkuppen stellen eine Gefahrenquelle dar
  • Vorausschauend fahren: Einerseits, um "Windangriffe" abschätzen zu können, anderseits um Hindernisse wie Äste, Dachziegel oder gar Bäume auf der Straße rechtzeitig wahrzunehmen. Besondere Vorsicht ist auch beim Überholen von Klein-Lkw geboten
  • Vorsicht Windschatten: Wer aus dem Windschatten kommt, wird mit voller Wucht vom Seitenwind getroffen. Unbedingt auf Gefahrenstellen achten, wie z.B. nach Tunnelausfahrten oder bei Überholmanövern von Schwerfahrzeugen
  • Fahrzeugtür vorsichtig öffnen und Griff festhalten: Eine Sturmböe kann die Tür aufreißen und Schaden anrichten. Dabei können auch Passanten verletzt werden

Tipps für Fahrzeuge mit großer Windangriffsfläche

  • Fahrzeuge gleichmäßig beladen. Sind Zugfahrzeug und Anhänger unterschiedlich schwer, hat das bei starkem Wind auch Auswirkungen auf die Fahrdynamik
  • Fahrten im Pkw mit Planenanhänger vermeiden, an stürmischen Tagen Plane entfernen
  • Plane fest verzurren. Ladungssicherung den schwierigen Gegebenheiten anpassen
  • Route mit Bedacht wählen: Windgeschütze Straßen (z.B. entlang von Lärmschutzwänden) bevorzugen und freie Überlandstraßen meiden
  • Nur dringende Fahrten erledigen, im Extremfall sogar Fahrten aufschieben
#socialmedia

Fahrschule Fürböck

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