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Kennzeichnung eines Schutzweges

Als „Schutzweg“ wird ein mit „Zebrastreifen“ gekennzeichneter Fahrbahnteil bezeichnet, an dem Fußgänger die Fahrbahn überqueren. Nachdem der „Schutzweg“ im Gegensatz zur Schutzkleidung, zum Schutzhelm, ... aber nicht wirklich schützt, wird oft die Bezeichnung „Fußgängerübergang“ verwendet.

Dieses Zeichen steht direkt an einem Schutzweg (in Einbahnstraßen an beiden Seiten, auf anderen Straßen an der rechten Seite oder über dem Schutzweg). Bei einer durch Lichtzeichen geregelten Kreuzung oder bei einem gelb blinkenden Licht kann das Hinweiszeichen entfallen.

Der Fußgängerübergang kann zusätzlich durch das Gefahrenzeichen vorangekündigt werden, wenn es die Verkehrssicherheit erfordert.

Statt Zebrastreifen können auch Über- oder Unterführungen errichtet werden. Das ist für die Fußgänger die sicherste Überquerungshilfe.

Verhaltensvorschriften für Fußgänger

Fußgänger dürfen einen Schutzweg nicht unmittelbar vor einem herannahenden Fahrzeug und für dessen Lenker überraschend betreten. Fußgänger und Rollschuhfahrer müssen Schutzwege, die sich in weniger als 25 m Entfernung befinden, benützen.

Verhaltensvorschriften für andere Verkehrsteilnehmer

Wenn sich ein Fußgänger oder ein Rollschuhfahrer auf dem Zebrastreifen befindet oder wenn ein Fußgänger oder Rollschuhfahrer den Fußgängerübergang erkennbar benützen will, musst du ihm das unbehinderte und ungefährdete Überqueren der Fahrbahn ermöglichen. Dazu näherst du dich bremsend – du fährst auf Gefahrensicht. Wenn nötig, musst du vor dem Schutzweg anhalten.

Verboten ist:

  • Das Überholen auf und unmittelbar vor ungeregelten Schutzwegen
  • Das Vorbeifahren an Fahrzeugen, die angehalten haben, um Fußgänger überqueren zu lassen
  • Das Halten und Parken auf der Bodenmarkierung
  • Das Halten und Parken in den letzten 5 m vor der Bodenmarkierung, ausgenommen bei Lichtzeichenregelung (Ausnahme: Rettung, Taxi)
  • Bei Kolonnenverkehr darfst du auf dem Übergang nicht anhalten
  • Das Befahren eines Fußgängerübergangs in der Gehrichtung der Fußgänger. Selbst Radfahrer dürfen einen Fußgängerübergang nur dann befahren, wenn auf beiden Seiten die Blockmarkierung einer Radfahrerüberfahrt angebracht ist [30. StVO-Novelle]

Unabhängig von Bodenmarkierungen und Verkehrszeichen gilt es jedoch, zwei Grundregeln nicht außer Acht zu lassen:

  • Wenn du erkennen kannst, dass Kinder einzeln oder in Gruppen, beaufsichtigt oder unbeaufsichtigt, die Fahrbahn überqueren wollen oder sich schon auf der Fahrbahn befinden, musst du ihnen das ungehinderte und ungefährdete Überqueren ermöglichen
  • Beim Einbiegen in eine Fahrbahn musst du einem Fußgänger, der diese Querfahrbahn bereits betreten hat, das unbehinderte und ungefährdete Überqueren ermöglichen 

Downloads vom Jour fixe der NÖ Fahrprüfer