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Fußgängerübergang

Als Fußgängerübergang bzw. Schutzweg bezeichnet man einen durch Längsstreifen („Zebrastreifen“) gekennzeichneten, für die Überquerung der Fahrbahn durch Fußgänger bestimmten Fahrbahnteil. Schutzwege werden, wenn es die Verkehrssicherheit erfordert, mit dem Gefahrenzeichen „Fußgängerübergang“ angekündigt. Das Hinweiszeichen „Kennzeichnung eines Schutzweges“ (bzw. die Kombination mit einer gemeinsam laufenden Radfahrerüberfahrt) ist direkt beim Schutzweg angebracht. Bei einer durch Lichtzeichen geregelten Kreuzung oder bei einem gelb blinkenden Licht kann das Hinweiszeichen entfallen.

Die einzelnen weißen Längsstreifen müssen in der Fahrtrichtung liegen. Die Felder zwischen den weißen Längsstreifen eines Schutzweges müssen in ihrer Färbung einen ausreichenden Kontrast bilden. Auf Betonfahrbahnen werden daher häufig schwarze oder rote Umrandungen vorgenommen, damit die sich weißen Längsstreifen besser von der Fahrbahnoberfläche abheben.

Parallel geführte Radfahrerüberfahrten und Fußgängerübergänge können mit einem gemeinsamen Schild angekündigt werden.

Die Verwendung des mit der 23. StVO-Novelle eingeführten Verkehrszeichens ist allerdings nicht zwingend vorgeschrieben, sondern es können auch zwei Hinweiszeichen verwendet werden; somit müssen auch nicht alle derzeit errichteten Verkehrszeichen durch das neue Zeichen ersetzt werden.

Als Fortsetzung eines gemeinsam geführten Geh-und Radwegs werden Blockmarkierungen der Radfahrerüberfahrt beiderseits des Schutzwegs jeweils versetzt zu den Längsstreifen des Schutzwegs angebracht, sodass funktionell der Fußgängerübergang und die Radfahrerüberfahrt „übereinander gelegt“ werden (und nicht wie vor der 30. StVO-Novelle nebeneinander liegen). Die Anbringungsart war in Fachkreisen bisher als „St. Pöltner Modell“ bekannt.

Dafür gibt es allerdings kein passendes Verkehrszeichen.


Verhaltensvorschriften für Fußgänger

Fußgänger dürfen einen Schutzweg nicht unmittelbar vor einem herannahenden Fahrzeug und für dessen Lenker überraschend betreten. Fußgänger und Rollschuhfahrer müssen Schutzwege, die sich in weniger als 25 m Entfernung befinden, benützen.

Verhaltensvorschriften für andere Verkehrsteilnehmer

Wenn sich ein Fußgänger oder ein Rollschuhfahrer auf dem Zebrastreifen befindet oder wenn ein Fußgänger oder Rollschuhfahrer den Fußgängerübergang erkennbar benützen will, musst du ihm das unbehinderte und ungefährdete Überqueren der Fahrbahn ermöglichen. Dazu näherst du dich bremsend – du fährst auf Gefahrensicht. Wenn nötig, musst du vor dem Schutzweg anhalten.

Verboten ist:

  • Das Überholen auf und unmittelbar vor ungeregelten Schutzwegen
  • Das Vorbeifahren an Fahrzeugen, die angehalten haben, um Fußgänger überqueren zu lassen
  • Das Halten und Parken auf der Bodenmarkierung
  • Das Halten und Parken in den letzten 5 m vor der Bodenmarkierung, ausgenommen bei Lichtzeichenregelung (Ausnahme: Rettung, Taxi)
  • Bei Kolonnenverkehr darfst du auf dem Übergang nicht anhalten
  • Das Befahren eines Fußgängerübergangs in der Gehrichtung der Fußgänger. Selbst Radfahrer dürfen einen Fußgängerübergang nur dann befahren, wenn auf beiden Seiten die Blockmarkierung einer Radfahrerüberfahrt angebracht ist [30. StVO-Novelle]

Unabhängig von Bodenmarkierungen und Verkehrszeichen gilt es jedoch, zwei Grundregeln nicht außer Acht zu lassen:

  • Wenn du erkennen kannst, dass Kinder einzeln oder in Gruppen, beaufsichtigt oder unbeaufsichtigt, die Fahrbahn überqueren wollen oder sich schon auf der Fahrbahn befinden, musst du ihnen das ungehinderte und ungefährdete Überqueren ermöglichen
  • Beim Einbiegen in eine Fahrbahn musst du einem Fußgänger, der diese Querfahrbahn bereits betreten hat, das unbehinderte und ungefährdete Überqueren ermöglichen 

Downloads vom Jour fixe der NÖ Fahrprüfer